Hundeführerschein - brauche ich den überhaupt?
Lange war ich der Meinung, daß mir der Hundeführerschein nichts bringt. An der Straße nehme ich meinen Hund doch eh an die Leine. Hier kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren, egal wie gut mein Hund auf mich hört. Laut Hundegesetz darf ich meinen Hund aber nur an den Straßen frei laufen lassen, wenn er die Gehorsamsprüfung erfolgreich absolviert hat. Klar, da war auch immer von Parkanlagen die Rede, aber bisher hat mir das einfach nicht viel gesagt.
Nachdem ich nun zwei Wochen in Hamburg unterwegs war und mir viele Hundewiesen angesehen habe, kam das Umdenken. Natürlich kann ich das Risiko eingehen und ohne Hundeführerschein spazieren gehen. Die Frage ist, ob es sich lohnt? Wenn ich mir den Bußgeldkatalog ansehe muss ich da mit mindestens 30 Euro bei einer Kontrolle rechnen. Wenn ich nun mit meinem Hund einmal die Woche in eine Parkanlage gehe und dort nur jedes zehnte Mal kontrolliert werde, dann kostet mich das mindestens 150 Euro im Jahr. Ich denke mal, daß es da wirtschaftlicher ist, den Hundeführerschein zu machen. Kein Stress mit dem Ordnungsamt. Ich habe kein schlechtes Gewissen und mein Hund hat jede Menge Spaß.
Mittlerweile hat Hamburg eine ganze Reihe Flächen für Hunde mit bestandener Gehorsamsprüfung freigegeben. In den Bezirken Harburg und Wandsbek sind sogar alle öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen für Hunde mit Hundeführerschein freigegeben. Hier kann man also ausgiebige Spaziergänge mit seinem besten Freund unternehmen und ihm eine artgerechte Bewegungsfreiheit ermöglichen.
Wer also keine Lust mehr hat, auf den meist etwas klein geratenen Auslaufflächen, seine Runden zu drehen, der sollte jetzt den Hundeführerschein machen und ab in die freigegebenen Grünanlagen.


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